Ob sie Daten in regelmäßigen Surveys erheben, wie etwa der European Social Survey (ESS) und das Generations & Gender Programme (GGP), oder diese sichern und zur Verfügung stellen, wie AUSSDA – sozialwissenschaftliche Forschungsinfrastrukturen teilen das Ziel, dass ihre Daten möglichst breit genutzt werden. Mit belastbaren Datensätzen lassen sich wissenschaftliche Fragestellungen beantworten und neue Forschungsfelder erschließen. Außerhalb wissenschaftlicher Kreise können sie etwa als Grundlage für politische Entscheidungen oder als Quelle für Journalist*innen dienen.
Um die Verwendung sozialwissenschaftlicher Daten in Österreich zu fördern, hat das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung eine Koordinationsgruppe für sozialwissenschaftliche Infrastrukturen einberufen. Die Gruppe hat konkrete Projekte und Initiativen, die diverse Zielgruppen ansprechen, entwickelt und in einem gemeinsamen Arbeitspapier gebündelt.
Die verstärkte Zusammenarbeit der Infrastrukturen bildet dabei die Basis für geplante oder bereits umgesetzte Aktivitäten, die zu einer stärkeren Nachnutzung sozialwissenschaftlicher Daten beitragen:
- Register- und Befragungsdaten sollen besser verknüpft werden, um zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gelangen.
- Für nicht-akademische Zielgruppen sollen Dashboards zur Datenvisualisierung entwickelt werden.
- Um Schüler*innen für sozialwissenschaftliche Fragestellungen zu begeistern, wurde ein Unterrichtskonzept auf Basis realer Daten entwickelt.
- Ebenso wird an Lehrdatensätzen und Teaching Kits gearbeitet, um Studierenden empirische Methoden anhand von Forschungsdaten zu vermitteln.
Die Infrastrukturen machen ihre Angebote und Services so sichtbarer – und stärken den gesellschaftlichen Mehrwert sozialwissenschaftlicher Daten.
Link zum Arbeitspapier: doi.org/10.5281/zenodo.18865011